Regelung bezüglich COVID-19, erstellt am Mittwoch, 1. April, 20.00 Uhr

Bitte halten Sie sich auch in dieser 2. Woche ebenso konsequent an die Ausgangsbestimmungen, es geht um Ihre Gesundheit. Mindestens weitere zwei Wochen stehen uns noch bevor.
Wenn Ihnen die Decke schon auf den Kopf fällt: Betrachten Sie bitte die heutigen Lesungen, das wirkt immer wie ein Heilmittel und Sie kommen auf andere Gedanken.
Unsere Pfarrkirche bleibt für den Einzelbesuch offen.

Hier können Sie die Osterrosette digital nachlesen. Sie liegt auch am Schriftenstand auf.
Bitte Ihre Misereor-Spende in einem Kuvert in den Postkasten der Pfarramtstür werfen.

Angebot für die Älteren unter uns: Einkaufservice! 
Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro St. Wolfgang (Tel. 97088).


Ein kleiner Gruß an Sie!
Familien des Familienkreises Lichtblick haben für Sie 192 Palmbuschen mit Liebe daheim gebastelt. Ich habe sie heute gesegnet. Knapp 100 Palmbuschen wurden bereits heute schon abgeholt. Die restlichen 100 können Sie morgen, Donnerstag,  in der Pfarrkirche beim Wolfgangshochgrab mitnehmen (Die Kirche ist täglich offen von ca. 8.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr, Hauptportal-Schwingtür kann auch mit Ellbogen geöffnet werden). Ein Spendenopferstock steht daneben, weil die Zweige ja auch etwas kosteten. Sie können die kleinen Palmzweige am kommenden Palmsonntag an Ihrem Kreuz daheim anbringen. Sie erinnern an die Jubelrufe der Kinder, als Jesus nach Jerusalem kam, um für uns zu sterben. Sie sind in diesen schweren Wochen zugleich eine kleine Gebetsbrücke füreinander.

Viele Pfarrangehörige wollen hier nicht nur Nachrichten über Corona lesen, sondern auch einen geistlichen Impuls zu den Schriftlesungen des Tages. Darum wollen wir bis Ostern ein wenig verkosten vom Reichtum der Heiligen Schrift.
Grundlage ist immer die jeweilige Tagesliturgie (hier rechte Spalte, Schott).


Zu den Lesungen am Mittwoch (Text siehe rechte Spalte, Schott-Messbuch):

In den letzten Tagen vor der Karwoche steigert sich die Dramatik ins Ungeheuere.
Für Jesus besteht höchste Lebensgefahr!

Zur Lesung am Mittwoch, aus dem Buch Daniel:
Es ist wie im heißen Feuerofen des Königs Nebukadnezar.
Im Exil sollten die Israeliten die wirre Götterwelt der Babylonier annehmen.
Die drei jungen Männer weigerten sich jedoch, die Götzenbilder des Königs anzubeten.
Sie sind nun zur Strafe von den Flammen eingeschlossen,
doch der vierte Mann darin, der Engel Gottes, rettet sie.
Dieses alttestamentliche Bild ist ein direkter, wenn auch schrecklicher Hinweis auf Christus,
der inzwischen auch vom Bösen total umzingelt ist und den niemand mehr retten kann.

Zum Evanglium am Mittwoch:
Es kommt heute zum bösesten aller Streitgespräche in der ganzen Hl. Schrift,
es bildet die Fortsetzung des gestrigen Evangeliumabschnittes.
Inmitten dieser härtesten Wortgefechte zwischen Jesus und den Pharisäern
platzt Innerstes heraus, kommen die Worte ungeschützt, sinkt das Gesprächsniveau
und es fallen Begriffe unter der Gürtellinie, die nie fallen dürften.
Die Gegner Jesu kommen mit einer unverschämten Beleidigung voll größter Tragweite.
In ihrer blinden Weißglut spotten sie Jesus als einen, der aus einem Ehebruch stammt.
Im griechischen Urtext: "mamsé", also ein Balg, Bastard, illegitim.
Damit geben nun sogar die Feinde Jesu offen zu, was jeder schon munkelt,
dass Josef nicht sein leiblicher Vater ist.
Nun ist es endlich heraus!
Damit aber haben sie die Jungfräulichkeit Mariens anerkannt.

Heute belächeln und bezweifeln viele aufgeklärte Christen dieses Glaubensgeheimnis und Mariendogma.
Wie tief müssen wir schon gefallen sein,
wenn sogar Jesu schärfste Widersacher dies zugeben mussten.

Jesus, komm du zu mir!
Wir beten dich an als Sohn der Jungfrau Maria.
Falsche Zeugen haben dich verklagt,
alle deine Jünger haben dich verlassen.
Sei du mit deiner Mutter Maria bei mir willkommen -
auch wenn alles sich von dir abwendet.
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Zur Lesung vom Donnerstag:
Heute geht es um den Bund Gottes mit uns Menschen.
Viele Male schloss Gott einen Bund mit uns Menschen, wenngleich das Versprechen immer wieder von uns Menschen gebrochen wurde und wird:
Unter Noah (Regenbogenbund), heute hören wir den berühmten Bund mit Abraham, später folgt der erneuerte Bund mit Mose am Sinai, dann mit Pinhas usw.
Der Patriarch Abraham erhält dabei als Bundeszeichen von Gott einen neuen Namen, die Zusicherung einer großen Nachkommenschaft und eines Landes.
Dieser Bund Gottes mit Abraham machte ihn zum Stammvater aller Glaubenden und so vieler Völker, auf diesen Bund beruht das gesamte Alte Testament, darauf berufen sich die Juden (siehe Evangelium), er bildet das Fundament für alle Juden wie auch für alle Muslime bis zum heutigen Tag. Dieser Bund aber ist nun Geschichte...

Zum Evangelium vom Donnerstag:
Wir hören die Fortsetzung der heftigen Streitgespräche Jesu mit den Pharisäern,
da sich nun auch die Obrigkeit, die höchste Behörde mit dem Woher Jesu befasst.
Von Josef stammt er also nicht ab (siehe Evangelium von gestern), das steht nun fest.
Woher also kommt er dann?
Dabei fallen Spitzenworte ersten Ranges von Jesus:
Er stellt sich über Abraham.
Er stellt sich über Mose.
Er ist unendlich mehr:
Er stellt sich Gott gleich.
Er ist Gott von Gott, von Ewigkeit her, präexistent, er ist vor aller Zeit.
"Ehe Abraham wurde, bin ich".
Wegen dieser Gotteslästerung wird Jesus daraufhin gesteinigt.

Diesen neuen, ewigen Bund Gottes schließt Jesus wiederum mit uns in genau einer Woche, am Gründonnerstag. Und bei jeder Wandlung wird das auf den Altären dieser Welt unablässig wiederholt: "... das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes...."
Diesen Bund wird Gott niemals mehr zurücknehmen -  dazu hat er seinen Sohn für uns hingegeben und gleichsam mit dem Blut seines eigenen Sohnes unterschrieben.
Wer kann das erfassen?
Die Messe ist also kein Gedächtnismahl, keine Erinnerung an einst vor 2000 Jahren,
sondern Gott bestätigt diesen ewigen Bund mit uns täglich neu - bis ans Ende der Zeiten.


Video-Botschaft zu allen in der Pfarrei: https://youtu.be/gULPHlEQEOc

videobotschaft

Es segne und beschütze unsere ganze Pfarrgemeinde St. Wolfgang der dreifaltige Gott, der + Vater, der + Sohn und der + Heilige Geist. Amen.

Bitte verfolgen Sie hier immer wieder die neuesten Meldungen. Danke.
Ihr Pfarrer Alois Möstl

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