Aktuelles
Schuldenschnitt
Aktuelle Veranstaltungen
- 23.02.2012 | 19.30 Szenisch-musikalische Lesung zu Edith Stein/ Kulturforum
- 28.02.2012 | 14.00 Caritas-Seniorenkreis
- 29.02.2012 | 19.00 Fastenpredigten
- 02.03.2012 | 16.30 Weltgebetstag der Frauen
- 03.03.2012 | 15.30 2. Firm-Vorbereitungstag „Geist-Erfahrer“
- 03.03.2012 | 19.30 Vernissage in der Pfarrkirche
- 07.03.2012 | 19.00 Fastenpredigten
- 14.03.2012 | 19.00 Fastenpredigten
Schuldenschnitt
Ratlosigkeit macht sich breit. Was soll man den Enkelkindern bloß schenken? Kennen wir überhaupt ihre Wünsche? Die Drei Könige jedenfalls schenkten keine Strampelhöschen, sondern Luxusartikel, als kämen sie auf Staatsbesuch. Was aber könnte das nackte Christkind mit dem Gold und mit dem Luxusparfüm Weihrauch anfangen? Bei solchen Preziosen im Stall denkt man unwillkürlich an Gott, Gold und Geld.
Gold hat in den letzten Monaten eine steile Karriere hinter sich. Der Preis ist enorm geklettert. Gleichzeitig hat man uns alle inzwischen zu Finanzexperten gemacht. Wir wissen, was ein Rettungsschirm ist, kennen alle Nachteile von Euro-Bonds und wissen, was Staatsbankrott bedeutet. Begriffe, von denen wir vor einem Jahr noch keine Ahnung hatten. In den Nachrichten vernehmen wir von unvorstellbaren Billionen, es geht inzwischen nicht mehr nur um Milliarden. Es hat den Anschein, Geld regiert und rettet letztendlich die Welt.
Wir feiern Weihnachten. Was bringen wir dem Jesuskind mit? Jesus zeigt sich als der wunderbar freigiebige und ewigreiche Gott. Er kam an Weihnachten einfach umsonst zu uns, weil die Welt gewissermaßen am Rand der Zahlungsunfähigkeit stand.
„Welt ging verloren, Christ ward geboren, freue dich, o Christenheit“, singen wir. Am Ende kann uns nur noch dieser Schuldenschnitt helfen. Er kommt und schenkt sich, auch wenn wir hoch verschuldet sind. Er gewährte aber nicht nur einen großzügigen Schuldenerlass von oben, sondern sein Preis war unendlich hoch: sein eigenes Leben am Kreuz. Welch heiliger Tausch vollzieht sich an diesem Fest! Gut, dass wir nicht unter die gestrengen Augen einer Rating-Agentur geraten, sondern in den barmherzigen Lichtblick des Gottessohnes. Er schenkt uns Ansehen und Würde, auch wenn wir eigentlich nicht kreditwürdig sind.
